Länder der Eurozone

Start  »  Länder der Eurozone

Wer ist denn nicht dabei, und warum? Wer ist Euroanwärter? Geschichte der Eurozone

Neun der achtundzwanzig Mitglieder der Europäischen Union sind bisher der Währungsunion noch nicht beigetreten: Bulgarien, Dänemark, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und das Vereinigte Königreich.

Einzig Dänemark und das Vereinigte Königreich haben sich im Maastrichter Vertrag von 1992 feste Ausnahmeregelungen („Opt-outs“) festschreiben lassen und sind deshalb nicht zur Einführung des Euro verpflichtet.

Die anderen Mitgliedsstaaten müssen dies – zumindest „auf dem Papier“ – anstreben.

Blau: EU-Länder der Eurozone | Grün: EU Länder ohne Euro | Rot: Nicht EU-Staaten mit Euro

Volksentscheide zum Euro

Obwohl die Verträge eindeutig diejenigen Mitgliedstaaten, die kein „Opt-Out“ (Ausnahmeregelung, hier: Ausstiegsoption für Dänemark und Schweden aus der Verpflichtung, die Währung Euro einzuführen) besitzen, zu einem Euro-Beitritt verpflichten, bietet der Fall Schweden einen möglichen Präzedenzfall. Die Regierung hatte durch den EU-Beitritt im Zuge der vierten EU-Erweiterung 1995 dem Euro zugestimmt, zusammen mit Österreich und Finnland.

Der Beitritt wurde jedoch durch ein nicht-bindendes Referendum in 2003 von 56% der Bevölkerung abgelehnt. Diese klare Entscheidung des Volkes konnte die Kommission davon abhalten, auf eine Euro-Einführung zu bestehen. Schweden besitzt also zurzeit ein informelles „Opt-Out“.

Die anderen sechs Mitgliedstaaten sind momentan Anwärterstaaten um den Euro einzuführen, mit der Voraussetzung, dass sie die Konvergenz-Kriterien erfüllen.

Alle dieser Anwärter haben die Einführung schon mehrmals verschoben. Ungarn sollte ursprünglich 2008 den Euro einführen, nach heutigen Kenntnissen geschieht dies frühestens nach 2020, wenn überhaupt. Vor 2020 werden auch Polen, Tschechien, Rumänien und Bulgarien nicht eintreten, bei Kroatien wird der Eintritt frühestens 2022 erfolgen.